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"Trullo" Radwanderung

Trulli (EZ Trullo) sind Kraggewölbebauten aus Trockenmauerwerk und werden ohne Mörtel errichtet. Durch ihre Bauweise aus massivem Naturstein mit sehr dicken Wänden und winzigen Fenstern bieten die Trulli einen guten Schutz gegen Witterungseinflüsse, Hitze und Kälte.

Ihren Ursprung haben die Trullis Italien und in der Türkei, es waren früher „Arme-Leute-Häuser“. Im 17. Jahrhundert begann man diese Häuser im Auftrag des Grafen Giangirolamo II. Acquaviva d’Aragona zu bauen. Dieser wollte keine Steuern an die Regierung zahlen und forderte von den Bauern, ihre Häuser nur aus Stein zu bauen, ohne Zement und Mörtel. So konnten sie im Falle einer königlichen Inspektion die Steinhäuser ganz einfach abbauen und später leicht wieder errichten.

Vermutlich waren es Iombardische Wanderarbeiter, die zwischen 1720 und 1760 in den Flonheimer Sandsteinbrüchen gearbeitet haben, die sich diese Trulli als Behausung bauten. In Deutschland stehen zwischen den Orten Flonheim, Erbes-Büdesheim und Siefersheim in Rheinhessen in den Weinbergen trulliartige Rotunden, die im 18. Jahrhundert errichtet wurden und als Schutzhütten dienten. Weitere Trulli stehen im südlichen Wonnegau (Monsheim-Kriegsheim, Flörsheim-Dalsheim, Wachenheim, Mölsheim und Worms-Pfeddersheim). Acht Trulli sind in Bockenheim an der Weinstraße zu finden. In der Pfalz werden die Trulli „Wingertsheisje“ oder „s weis Heisje“ genannt.

Zu Ehren der Trulli wird in der Verbandsgemeinde Monsheim und der angrenzenden Gemeinde Bockenheim die Trullo-Radwanderung veranstaltet. Hierbei werden jeweils am dritten Sonntag im Juni knapp 20 Trulli bewirtet und per ausgeschildertem Rundkurs angefahren und -gewandert.

 

 

 

 

  • Weinberg  mit Trullo in Gau-Bickelheim

    Trullo, Wingertsheisje, in Gau-Bickelheim, Pfalz.

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