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Straußwirtschaften in der Pfalz 05.10.2017

Endlich ist Herbst, endlich haben die Straußwirtschaften und Besen in der Pfalz ihre Türen wieder geöffnet. Gleich nach dem Herbsten, der Weinlese, wird der neue Wein in den Straußwirtschaften der Weingüter ausgeschenkt und verkauft. In den gemütlichen Gasträumen rutscht man zusammen und genießt den Neuen Wein und passende Leckereien aus der Küche.

Straußwirtschaften in der Pfalz

 

Eine Straußwirtschaft darf von Gesetzes wegen 4 Monate im Jahr geöffnet haben um die Produkte direkt an die Endkunden zu vermarkten, meistens sind das 2 Monate im Frühjahr und 2 Monate im Herbst – rechtzeitig zum Neuen Wein.

Flammkuchen
Flammkuchen passt sehr gut zum Wein

Die Straußwirtschaften sind gemütlich, meist ein bisschen eng, aber das trägt zur guten Stimmung bei. Als Weinbegleitung werden deftige Gerichte wie Zwiebelkuchen, Sauerkraut, Saumagen, Fleeschknepp, Eintöpfe, Wurstsalat und Winzersteak gereicht. Weißer Käse, angemachter Käse und Flammkuchen sind in der Pfalz ebenfalls Klassiker, die gut zum Wein passen. Ganz nach Gusto der Straußenwirtin oder des Straußenwirts gibt es Sonntags ein Schmorgericht oder einen leckeren Sonntagsbraten, das ist von Strauß zu Strauß verschieden.

Neuer Wein, Junger Wein, Federweißer, Sauser, Bitzler und Rauschler

Federweißer im Krug
Federweißer im Krug

Vom Traubenmost bis zum fertigem Weißwein heißt das trübe Getränk Federweißer. Je nach Region nennt man den Federweißer auch “Sauser“, “Rauscher“ oder “Bitzler“, weil er so schön prickelt.

Im Herbst ist der neue Wein an jeder Straßenecke und in fast jedem Hof zu kaufen, abgefüllt in Glasflaschen oder in Plastikkanistern ist er fertig zum Transport. Aber Achtung! Damit das beim Gärungsprozess entstehende Kohlendioxid entweichen kann wird Federweißer immer mit locker sitzendem oder luftdurchlässigem Deckel verkauft. Nicht, dass sich der Federweiße schon auf dem Heimweg verflüchtigt.

Will man den Gärungsprozess verzögern stellt man die Flaschen oder Kanister in den Kühlschrank, so bleibt Federweißer länger süß und fruchtig. Das Deutsche Weininstitut empfiehlt, den Most zu Hause zu probieren und durch entsprechende Lagertemperatur den Geschmack zu optimieren. Ist der Federweißer noch zu süß, gärt er bei Zimmertemperatur in wenigen Stunden nach. Der Zucker in den Trauben wird in Alkohol und Kohlensäure gespalten.

Titelfoto: Alter Gutshof in Sankt Martin

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