Ja, Hunde dürfen Schmalz wie Schweineschmalz und Gänseschmalz in kleinen Mengen essen. Schmalz ist für Hunde nicht giftig, führt aber in großen Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden, da es pures Fett ist. Schmalz ist ein guter Energielieferant für beispielsweise untergewichtige Hunde. Schmalz ist verarbeitetes Fett vom Fleisch, das langsam ausgebraten wird.
Für Hunde weist Schmalz gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, Vitamin A und Cholesterin auf. Bei Schmalz ist zu beachten, dass es in den meisten Fällen je nach Sorte mehr als 900 Kalorien pro 100 g enthält. Schmalz wird Hunden zum Beispiel als Teil der Barf Ernährung als Energiequelle gegeben. Das passende Barf zum Schmalz erhält man in einem günstigen Barf Shop. Viele Hunde mögen Schmalz aufgrund des intensiven Geschmacks sehr gerne.
Welches Schmalz dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen Schweineschmalz, Gänseschmalz, Entenschmalz, Hühnerschmalz und Rinderschmalz in geringen Mengen essen. Hunde dürfen nur natürliches Schmalz essen, denn zusätzliche Zutaten im Schmalz sind für Hunde ungeeignet. Butterschmalz oder Ghee dürfen Hunden zwar auch sparsam gefüttert werden, tierisches Fett als Schlachtfett ist aber besser geeignet.
Hunde dürfen kein Schmalz mit Gewürzen oder Kräutern, kein Schmalz mit Zwiebeln und Knoblauch sowie kein Schmalz mit jeglichen Zusätzen essen. Stark verarbeitetes Schmalz ist aufgrund spezieller Zutaten giftig für Hunde. Bei Griebenschmalz ist bei Hunden besondere Vorsicht geboten, denn es wird in den meisten Fällen mit für Hunde giftigen Gewürzen und Zwiebeln hergestellt.
Wie viel Schmalz dürfen Hunde essen?
Gesunde Hunde dürfen je nach Größe nur 1 bis 10 g Fett pro 1 kg Körpergewicht pro Tag essen. Ausgewachsene Hunde benötigen ungefähr 15 – 20 % Fett am Tag. Wie viel Schmalz Hunde essen dürfen, hängt in erster Linie von ihrer Größe, ihrem Körpergewicht, ihrem Gesundheitszustand und ihrem Aktivitätslevel ab.
Zu viel Schmalz begünstigt bei Hunden Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Blähungen. Eine langfristige, regelmäßige Fütterung mit Schmalz in zu großen Mengen führt bei Hunden zu Fettleibigkeit und Pankreatitis oder Herz- und Gefäßproblemen. Schmalz sollte entsprechenden Hunden nur gelegentlich gefüttert werden und sollte nicht die einzige Fettquelle im Futter sein.
Ist die Ration bereits ausreichend fetthaltig, sollte kein Schmalz gefüttert werden, um unnötig viele Kalorien in der Ernährung des Hundes zu vermeiden. Bei Hunden mit Erkrankungen oder besonderen Ernährungsbedürfnissen sollte die Menge an Schmalz mit dem Tierarzt oder einer qualifizierten Ernährungsberatung für Hunde abgestimmt werden.
Welche Hunde dürfen Schmalz essen?
Gesunde Hunde mit nicht ausreichendem Fettgehalt im Futter dürfen Schmalz essen. Schmalz wird untergewichtigen Hunden für die Gewichtszunahme gefüttert oder hochaktiven Vierbeinern und Sporthunden als Energiequelle. Beim Barfen wird Schmalz verwendet, wenn eine Ration aus eher magerem Muskelfleisch besteht.
Schmalz liefert sehr viele Kalorien auf kleinem Volumen und trägt deshalb grundsätzlich dazu bei, die Energiedichte einer Mahlzeit zu erhöhen. Eine gewünschte Gewichtszunahme bei untergewichtigen Hunden oder ein Gewichtserhalt bei Sporthunden sollte nicht allein durch die Zugabe großer Mengen Schmalz erreicht werden. Schmalz sollte bei ausgewählten Hunden nur nach Absprache mit dem Tierarzt gefüttert werden.
Wann dürfen Hunde Schmalz nicht essen?
Hunde mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), Übergewicht oder Fettleibigkeit dürfen Schmalz nicht essen. Hunde mit einer Neigung zu Übergewicht, wie zum Beispiel Golden Retriever, Beagle, Mops und Dackel, sollten Schmalz besser nicht essen. Für Hunde mit empfindlichem Magen ist Schmalz nicht geeignet.
Hunde sollten Schmalz nicht essen, wenn das Muskelfleisch und das Futter insgesamt bereits genug Fett enthalten. Zusätzliches Fett im Futter erhöht vor allem die Kalorienzufuhr des Hundes, was das Nährstoffverhältnis der Ration verändert. Die Fütterung von Schmalz bei kranken oder übergewichtigen Hunden und bei Vierbeinern mit einer entsprechenden Vorgeschichte sollte nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt geschehen.
Alternativen zu Schmalz für Hunde
Alternativen zu Schmalz für Hunde sind rohes tierisches Fett wie Rinderfett, Lammfett, Hühnerfett oder Pferdefett. Neben rohen tierischen Fetten eignen sich für Hunde statt Schmalz Fischöl oder Pflanzenöl wie zum Beispiel Lachsöl oder Leinöl. Statt Schmalz als Energiequelle ist es möglich, für Hunde Muskelfleisch mit höherem Fettgehalt zu wählen.
Bei guter Verträglichkeit werden Hunden anstelle von Schmalz geeignete Kohlenhydrate wie Reis, Kartoffeln oder Haferflocken zur Energieversorgung gefüttert. Kohlenhydrate sind kein Ersatz für essenzielle Fettsäuren und sollten daher nicht einfach anstelle einer bedarfsgerechten Fettversorgung mit Schmalz sowie anderen Fetten betrachtet werden.
Titelfoto: https://pixabay.com/photos/cocker-spaniel-dog-animal-cocker-3887947/


