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Burg Spangenberg

Burg Spangenberg wurde der Sage nach vom Wilden Kaspar im fernab liegenden, menschenleeren Speyerbachtal errichtet. Den Zusatz „wild“ erwarb er sich vermutlich dadurch, dass er, um die neue Burg geheim zu halten, nach vollendetem Burgbau alle seine Handwerker zu einer großen Abschlussfeier einlud und ermorderte. Nach reichlich Speis und Trank soll er die Bauhütte angezündet haben. Existenz und Lage der Burg waren und blieben somit verborgen.

Burg Spangenberg ist eine Felsenburg. Es ist belegt, dass Spangenberg irgendwann in Schutt und Asche sank. Als es dann zum ersten Mal an die Säuberung der Ruine (in den 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts durch die Deutschwandervögel) ging, befreite man sich vom ungeliebten Schutt dadurch, dass man ihn wahllos zu Tale kippte. Um Funde kümmerte man sich weitestgehend nicht. Irgendwo unter dem Waldboden rund um Spangenberg ruhen daher unbekannte Objekte mittelalterlicher Provenienz in unbekannter Menge.

In Elmsteins engem Tale, da stehn zwei Schlösselein,
der Spangenberg das eine, das andre Erfenstein.
Sie stehn sich gegenüber, nicht einen Pfeilschuß weit
entfernet voneinander in trauter Einigkeit.

Die beiden Burgbesitzer sahn alle Wochen sich
und liebten wie Brüder einander inniglich.
Drum zogen sie von Leder – das Tal ist ja nur schmal –
von einer Burg zur andern ’ne Brücke übers Tal.

Nun sahen sie sich täglich; doch tat’s nicht lange gut.
Bald rührten böse Reden wie Gift ihr junges Blut.
Des Spangenbergers Weine erhitzten es noch mehr,
und eines Tages griffen sie beide nach der Wehr.

Der Erfensteiner eilte mit wild erregtem Sinn,
um sich ein Schwert zu holen, schnell nach der Brücke hin.
Doch als er sie betreten, schnitt Spangenberg sie ab.
Da fand der Erfensteiner im Tale tief sein Grab.

Im Speyerbachtal stießen drei Mächte aufeinander: das Hochstift Speyer mit der Spangenberg, die Besitzungen der Grafen von Leiningen mit den Burgen Erfenstein und Breitenstein und die Kurpfalz mit der Burg Elmstein.
Die Burgen waren einfache Grenzburgen! Die Burgen waren klein und strategisch von untergeordneter Bedeutung, sie bewachten und schützten die im Mittelalter kostbaren Wälder in ihrem Hinterland. Sie wurden von einer Verwalterfamilie bewohnt, dazu einige Knechte und Mägde. Höfisches Leben kam nur auf, wenn die Herrschaften hier auf Jagd gingen und in dieser Zeit auf den Burgen Quartier bezogen. Belagerungen und/oder kriegsentscheidende Schlachten haben hier nie stattgefunden. Für ihre Unbedeutsamkeit spricht auch, dass es überhaupt keine mittelalterlichen Abbildungen gibt.

Das Innere der Burg ist nicht frei zugänglich. Außer an den Öffnungstagen der Burgschänke kann sie nur von außen besichtigt werden. Die Burgschänke ist bis zum Jahresende an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr bewirtschaftet.

Während dieser Tage ist die Unterburg frei zugänglich. Der Rest der Burg (Mittel- und Oberburg) kann nur in Begleitung eines Vereinsmitgliedes betreten werden. Wenn Interesse an einer kompletten Burgbesichtigung besteht, wenden Sie sich bitte an einen der Diensthabenden in der Burgschänke. Wenn es der Betrieb in der Burgschänke erlaubt wird Sie gerne jemand zur Oberburg begleiten.

Möchten Sie einen Rundgang durch die Burg oder eine geführte Wanderung auf dem 3-Burgen-Rundweg mit einem zertifizierten Gästeführer dann wenden Sie sich bitte an Herrn Thomas Buschlinger – buschlinger@gefuehrt-vg-lambrecht.de.

Im Januar und Februar sind Burg und Burgschänke generell geschlossen.

Die Burg ist über den Alten Burgweg nur zu Fuß zu erreichen. PKW-Zufahrten (durch den Wald) bedürfen in jedem Falle der Zustimmung des Vereins; eine Buszufahrt ist grundsätzlich nicht möglich. Der Aufstieg ist ausgeschildert und dauert etwa 10 Minuten. Bei Dunkelheit wird der Alte Burgweg beleuchtet.

  • Burg Spangenberg bei Neustadt-Lachen-Speyerdorf

    Burg Spangenberg bei Neustadt-Lachen-Speyerdorf

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