Pfalz am Wochenende 2026

Zweig mit rosa Blüten im Vordergrund, dahinter eine Landstraße, Weinreben, grüne Wiese und tief stehende Sonne am blauen Himmel.
Mandelblüte in Landau-Nußdorf in der Pfalz

Haben Sie Lust, an einem Wochenende eine neue Ecke Deutschlands zu entdecken? Die Pfalz ist genau richtig für kurze Trips. Viele nennen sie gern die „deutsche Toskana“. Der Vergleich passt, trotzdem hat die Region ihren ganz eigenen Charakter.

Hier wirken die Tage automatisch langsamer. Weinberge, Mandelbäume, kleine Dörfer mit schmalen Gassen, Burgen auf den Hügeln, Waldwege, Aussichtspunkte, gemütliche Weinfeste – ein Wochenende reicht nie für alles. Das ist sogar ein Vorteil, weil Sie einen guten Grund haben, wiederzukommen.

In diesem Guide finden Sie Ideen, die sich leicht kombinieren lassen.

Deutsche Weinstraße

Die Deutsche Weinstraße passt gut, wenn Sie am Wochenende gern aktiv sind und Zeit für Genuss haben wollen. Viele nehmen das Rad, andere gehen kurze Runden durch die Reben und landen in einem Weindorf, mit Cafés und Höfen.

Als Startpunkt eignet sich das Deutsche Weintor in Schweigen-Rechtenbach nahe der französischen Grenze. Mit dem Auto kommen Sie über die B38 hin. Mit Bahn und Bus klappt es über Bad Bergzabern oder Wissembourg, dann weiter nach Schweigen. Die Route ist rund 85 Kilometer lang und führt bis Bockenheim an der Weinstraße. Sie erkennen sie an gelben Schildern mit einer schwarzen Weintraube. Im Frühling wirkt alles zart durch die Mandelblüte, im Herbst wird es lebendig zur Lesezeit. Für eine Nacht passen Neustadt an der Weinstraße oder Deidesheim, auch Bad Dürkheim.

Tipp: Pausen lassen sich in Winzerdörfern am Weg einplanen, eine Weinprobe gehört fast immer dazu.

Weinberge mit kahlen Rebstöcken, blühenden rosa Obstbäumen und einem Dorf mit Kirchturm im sanften rosafarbenen Abendlicht.
Geilweilerhof zur Mandelblüte in Siebeldingen in der Pfalz – Foto: Stefanie Pappon, Bildarchiv Südlichen Weinstrasse e.V.

Speyerer Dom

Speyer fühlt sich wie eine kleine Auszeit am Rhein an. Die Altstadt ist kompakt, vieles erreichen Sie zu Fuß. Auf der Maximilianstraße sitzen Leute vor Cafés, am Domplatz wird es ruhig. Früh morgens wirkt die Stadt fast wie frisch aufgeräumt, am späten Nachmittag wird es warm und lebendig. Ein Abendspaziergang am Wasser passt immer.

Die Anreise ist unkompliziert. Aus Mannheim, Ludwigshafen am Rhein und Heidelberg fahren die S-Bahnen S3 und S4 direkt, aus Mainz und Karlsruhe kommt man mit dem RE4 ohne Umstieg nach Speyer. Ein Tag reicht für die wichtigsten Spots. Für Familien ist SEA LIFE Speyer ein guter Baustein. Technik-Fans verlieren im Technik Museum Speyer sehr leicht ein paar Stunden. Bei Regen lohnt sich das Historische Museum der Pfalz am Domplatz.

Der Dom ist der Fixpunkt und gehört zum UNESCO-Welterbe. Innen wirkt er klar, groß, erstaunlich ruhig. Der Eintritt in den Dom ist kostenlos. Für Krypta und Kaisergräber sowie für Kaisersaal und Aussichtsplattform brauchen Sie ein Ticket. Wenn Sie Lust auf Höhe haben, nehmen Sie den Turmaufstieg. Es sind etwas über 200 Stufen bis zur Plattform, der Blick geht über Speyer und die Rheinebene, bei klarer Sicht bis zum Schwarzwald. Einen Aufzug gibt es nicht.

Wo übernachten?Hotel Domhof, nah am DomAmedia Plaza Speyer, zentral gelegen
Wo essen?Alter Hammer, Biergarten am LeinpfadRatskeller Speyer, in der InnenstadtHausbrauerei Domhof, direkt beim Dom 
Orte für die schönsten FotosDomplatz und Domgarten im weichen AbendlichtAltpörtel am Ende der MaximilianstraßeRheinuferpromenade für SonnenuntergangAussichtsplattform am Domturm für den Weitblick
Katholische Sankt Joseph Kirche in Speyer
Katholische Sankt Joseph Kirche in Speyer

Bad Dürkheim

Wenn Sie ein Wochenende mit Kurstadt-Feeling, Wein und kurzen Spaziergängen suchen, lohnt sich Bad Dürkheim. Im Kurpark drehen viele zuerst eine Runde am Gradierwerk, die salzige Luft fühlt sich wie ein kleiner Reset an. Wer etwas Höhe mag, geht weiter zur Klosterruine Limburg und schaut über die Reben und den Pfälzerwald.

Ein Pflichtstopp ist das Dürkheimer Riesenfass. Es gilt als größtes Weinfass der Welt, ist ein begehbares Denkmal und innen ein Restaurant. Probieren Sie ein Glas Pfälzer Riesling oder einen trockenen Burgunder. Im September bringt der Dürkheimer Wurstmarkt richtig Stimmung in die Stadt, zwei Wochenenden voller Weinstände, Musik und Fahrgeschäfte.

Am Abend gibt es noch eine andere Option. Die Spielbank im Kurhaus bietet Roulette, Black Jack und Automatenspiele. Wenn Sie keinen Casinobesuch planen möchten, können Sie eine Runde online im NV Casino spielen. Online fehlt das Ambiente, der Vorteil ist die sofortige Verfügbarkeit. Offline sowie online gilt das Gleiche: Setzen Sie sich vor dem Start ein klares Ausgabenlimit.

Tipp: Essen klappt gut im Dürkheimer Fass, in der Weinstube Petersilie oder im Weindorf von Fitz-Ritter.

Blick über eine Kleinstadt mit Kirche, davor bunte Blumen, eine Mauer, Laterne und ein großer Baum bei bewölktem Himmel.
Stadt Bad Dürkheim in der Pfalz

Pfälzerwald

Im Pfälzerwald ist die Natur ganz nah, die Wege wirken wie aus einer Märchenkulisse aus Felsen und Kiefern. Als UNESCO-Biosphärenreservat ist das Gebiet bekannt für Mischwälder, offene Wiesentäler, Sandsteinfelsen und Burgruinen. Viele Wege sind gut für ein Wochenende, weil Sie kurze Runden finden und auch längere Touren, wenn Sie mehr Zeit in den Beinen haben.

Sehr beliebt sind die Geiersteine bei Lug. Von der Dorfmitte laufen Sie in etwa einer Stunde zu den Felsen, oben wartet ein weiter Blick über den Pfälzerwald. Der Teufelstisch bei Hinterweidenthal passt gut für eine halbe Tagesplanung. Die Premium-Tour startet am Parkplatz beim Erlebnispark, das Ziel ist das markante Buntsandstein-Naturdenkmal.

Für die Anreise klappt Auto und Bahn. Hinterweidenthal hat einen Bahnhof mit Anschlüssen Richtung Landau, Neustadt, Karlsruhe sowie Pirmasens und Kaiserslautern. Übernachten können Sie gut in Dahn, Hauenstein oder Annweiler am Trifels als praktische Basis.

Panorama- und Fotospots: Luger Geierstein, Teufelstisch, Rehbergturm, Luitpoldturm

Schloss Villa Ludwigshöhe

Schloss Villa Ludwigshöhe bringt einen Hauch Italien an die Südliche Weinstraße. König Ludwig I. ließ die klassizistische Villa oberhalb von Edenkoben bauen, mit Blick über Reben und Rheinebene. Drinnen sehen Sie Wand- und Deckenmalereien und schöne Holzböden. Draußen reicht ein kurzer Rundgang, die Aussicht gehört einfach dazu.

Als Extra bietet sich die Rietburgbahn an, die Talstation liegt nah, in etwa acht Minuten schweben Sie hoch zur Rietburg. Für eine Nacht passen Edenkoben, St. Martin oder Rhodt unter Rietburg.

Die Anreise klappt mit dem Auto über die A65 (Ausfahrt Edenkoben), im Ort folgen Sie der Beschilderung. Mit der Bahn fahren Sie bis Edenkoben, weiter geht es mit Bus oder Taxi. Eintritt: 6€ (ermäßigt 5€), Kinder 6-17 Jahre 3€, bis 5 Jahre frei.

Öffnungszeiten:

April – Oktober: Mittwoch bis Sonntag: von 10:30 – 17:30 Uhr
November – März: Donnerstag bis Sonntag: von 10:30 – 17:30 Uhr

Schloss Villa "Ludwigshöhe" in Edenkoben in der Pfalz
Schloss Villa „Ludwigshöhe“ in Edenkoben in der Pfalz

Lokale Festivals und Märkte

In der Pfalz ist zu jeder Jahreszeit etwas los. Viele Termine drehen sich um Wein, regionale Küche und Musik. Für ein Wochenende lohnt es sich, die Reise an ein Fest zu koppeln. Die Stimmung ist meist entspannt, die Wege sind kurz, am Abend bleibt man leicht länger sitzen.

  • Pfälzer Mandelwochen. Eine ganze Saison zur Mandelblüte, mit Genuss-Events, Führungen, Wanderungen und Radtouren in vielen Orten. Wann? 21.–06. April 2026.
  • Altstadtfest (Kaiserslautern), Die Altstadt wird zur Open-Air-Kneipe. Essen an Ständen, Straßentheater, Kunsthandwerk, viel Live-Musik. Wann? 03.–05. Juli 2026.
  • Speyerer Brezelfest (Speyer). Volksfest rund um die Brezel, mit Jahrmarkt und typischem Sommer-Trubel am Rhein. Wann? 09.–14. Juli 2026.
  • Landauer Sommer (Landau in der Pfalz). Drei Tage Musik in der Innenstadt, mehrere Bühnen, Wein im Glas, Snacks auf die Hand. Wann? 10.–12. Juli 2026.
  • Dürkheimer Wurstmarkt (Bad Dürkheim). Das bekannteste Weinfest der Pfalz und laut Veranstalter eines der größten Weinfeste der Welt. Neun Tage lang reihen sich die traditionellen Weinstände, die „Schubkarchstände“, aneinander. Im Glas landet Pfälzer Wein in allen Varianten, dazu viele kleine Essensstände und ein Volksfest-Teil mit Fahrgeschäften. Wann? 11.–15. und 18.–21. September 2026.
  • Deutsches Weinlesefest (Neustadt an der Weinstraße). Alles steht im Zeichen von Wein und Lese, mit Programm über mehrere Tage und großem Umzug als Höhepunkt. Wann? 25. September – 11. Oktober 2026.

Hinweis: Die angegebenen Termine können sich ändern. Schauen Sie kurz vor der Reise ins aktuelle Programm der Veranstalter.

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