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Die Südpfalz erleben

Malerische Flusslandschaften, unberührte Auwälder, saftige Wiesen, Weiden und ein Meer von Reben – das ist die Südpfalz.

Mystischer Bienwald
Mystischer Bienwald

Im Norden grenzt die Südpfalz an die Vorderpfalz/Neustadt an der Weinstraße, im Osten an den Rhein/Baden Württemberg, im Süden an das französische Unterelsass und im Westen an die Westpfalz/Pfälzerwald. Die „Deutsche Weinstraße“ – die erste Weintouristikroute Deutschlands – beginnt in Schweigen-Rechtenbach am „Deutschen Weintor“  und endet in Bockenheim in der Vorderpfalz am „Haus der deutschen Weinstraße“. Die Teilstrecke von Schweigen-Rechtenbach bis Maikammer bezeichnet man als „Südliche Weinstraße“Die Südpfälzer hauchen der Landschaft Leben ein und verleihen ihr den Charme und die Liebenswürdigkeit, die sie als Urlaubs-und Ferienregion so beliebt macht. Durch eine bewegte Geschichte bietet die Region Sehenswürdigkeiten „an jeder Ecke“. Die Rheinebene bietet ein wunderschöne Natur auf fast ebenen Wegen! In den Städten findet man die verwinkelten Gässchen mit kleinen Geschäften. Im burgenreichen Trifelsland, hier trifft die „Südliche Weinstraße“ auf den Pfälzerwald, erschließt sich ein Wandergebiet mit einer Vielzahl Prädikatswanderwegen.

Die südliche Pfalz umfasst die Rheinebe und die südliche Weinstraße. Die größten Städte in der Südpfalz sind Bad Bergzabern, GermersheimKandelLandau in der Pfalz und Wörth am Rhein.

Essen & Trinken

Weingüter

Unterkünfte in der Südpfalz

Wander- und Radwege in der Südpfalz

Tipps:

feine Küche im Restaurant zum Riesen in Kandel
Hotel, Restaurant “ Zum Riesen“ in Kandel.
Störche in der Südpfalz
Wandern in der Rheinebene Foto: Südpfalztouristik
Fußgolf Adamshof in Kandel in der Pfalz
Fußgolf Adamshof in Kandel
"Tasty Taste im Pfälzerwald" in Germersheim
Pause im „Tasty Taste“ in Germersheim
Waldgaststätte, Ausflugsziel "Schützenhaus Oberotterbach"
Waldgaststätte „Schützenhaus Oberotterbach“

80 Gemüsesorten gedeihen in der Südpfalz und werden in den Höfen und am Straßenrand zum Verkauf angeboten. Die Vielfalt an landwirtschaftlichen Erträgen und auch die Nähe zum Wasser, jede Menge Seen und der Rhein, haben die Speisekarte der Region geprägt. Fischgerichte haben in der Rheinebene eine lange Tradition.

Neben der traditionellen Spezialitätenküche hat sich eine moderne und frische, auch hochkarätige Küche entwickelt. „Aus der Region“, eine Produktbezeichnung die, wenn man den Medien glauben mag, für den Verbraucher mittlerweile eine höhere Bedeutung hat als das Biosiegel. In dieser ergiebigen und vielseitigen Landschaft „aus der Region zu schöpfen“ ist für die Südpfälzer Gastronomen kein Problem. Spargel und Erdbeerfelder so lange das Auge reicht, Kartoffeln, Rüben, Kraut, Äpfel, Feigen und sogar Zitronen gedeihen vor der Haustür.

Panoramablick über die Rheinebene vom Hambacher Schloss aus
Panoramablick über die Rheinebene vom Hambacher Schloss aus

In der Festungsstadt Germersheim finden regelmäßig „Nachenfahrten“ statt. In den Booten, den Nachen, kann man die scheinbar unberührte Natur entlang der Altrheinarme vom Wasser aus betrachten. Seltene Tier- und Pflanzenarten gibt es hier zu entdecken, fast mystisch erscheint der „Auwald“. Auch die Festung selbst kann mit Führungen erkundet werden. Passend zur Jahreszeit werden die Themen gewählt: „Mit den Bauersfrauen durch die Stadt“ oder eine „Glühweintour“ durch die Katakomben – beides hat seinen Reiz. Stadt-und Festungsführungen in Germersheim.

Westwallbunker Bienwald
Westwallbunker Bienwald

Schon die Römer wussten dieses reich gesegnete Fleckchen Erde zu schätzen und hinterließen Spuren, die heute noch zu entdecken sind. Die zahlreichen Museen der Region sind eine wahre Schatzkammer an Geschichte und Wissen: neben dem archäologisch geprägten Straßenmuseum mit Zeugnissen der römischen Besiedlung und dem reichhaltigen Militärmuseum in der Germersheimer Festung gibt es weitere besondere Kleinode mit Kostbarkeiten der vergangenen Jahrhunderte. Mehr erfahren

Ein Auszug der Märkte, Feste und Veranstaltungen in der Südpfalz

Wochenmärkte

Dienstags: Germersheim (Nardiniplatz)
Mittwochs: Neuhofen
Donnerstags: Limburgerhof
Freitags: Jockgrim (Bürgerplatz), Wörth-Maximiliansau auf dem Festplatz im Bögel (kleiner Markt), Schifferstadt, Mutterstadt, Dannstadt, Waldsee
Samstags: Waldsee, Limburgerhof

Feste und Veranstaltungen

April: Loschter Handkeesfescht in Lustadt
Mai: Hördter Spargeltage, Kulinarische Spargelwanderung in Dudenhofen
Pfingsten: BASF Bauernmarkt Limburgerhof
Juni: Aktionstag auf dem Kraut- und Rübenradweg
Juli: Brauereifest Bellheim
Ende Juli – Ende Okt: Weinfeste
August: Zwewwelfeschd Zeiskam, VR-Weintage in Germersheim
September: Tag der offenen Höfe in der Verbandsgemeinde Kandel, Grumbeerfeschd Bellheim
Oktober: Brauereifest Ottersheim

Typischer Südpfälzer Weitblick. "Weinstube zum Fuchsbau" in Vollmersweiler
Typischer Südpfälzer Weitblick. „Weinstube zum Fuchsbau“ in Vollmersweiler

Der Bienwald

Der Bienwald in der Pfalz
Der Bienwald in der Pfalz

In der Südostpfalz, am Dreieck zwischen Rhein und Wieslauter entlang der französischen Grenze, liegt das ca. 120 km² große und bewaldete Landschaftsschutzgebiet Bienwald.

Die ausgedehnten Wanderwege im Bienwald, dem Bellheimer Wald sowie in den Rheinauen und im Lautertal machen die Region zu einem reizvollen Eldorado für Wanderer und aktive Naturgenießer. Eine Vielzahl gut beschilderter Wanderwege sowie der Treidler-Premiumwanderweg erschließen den Landkreis Germersheim und bieten ein abwechslungsreiches Angebot für alle, die gerne auf ebenen Wegen wandern. Und wer glaubt, in der Ebene zu wandern könnte eintönig werden, den wird die Südpfalz überraschen.

Der 12.000 Hektar große Bienwald mit seinen leise dahin plätschernden Bächen und knorrigen alten Eichen im äußersten Süden des Landkreises, an der Grenze zu Frankreich gelegen, lockt als „Wald der 1.000 Geschichten“. Hier wo Wildkräuter und Nadelhölzer um die Wette duften, erzählen Keltengräber, römische Meilensteine, Redouten und Westwallbunker von der bewegten Geschichte der Südpfalz. Manches zeigt sich ganz offensichtlich, anderes liegt auch ganz im Verborgenen. Die zertifizierte Natur-und Landschaftsführerin Heidrun Knoch und die Naturführer Pfalz nehmen ihre Gäste mit auf erlebnisreiche Touren und decken so manches Geheimnis des Waldes auf.

So erfahren die Teilnehmer auf Wanderungen mit Titeln wie „Der Wald, sein Mythos und die Geschichte“ oder „Natur erobert Westwall“ spannende Begebenheiten aus dem Bienwald und vergangener Zeiten. Ein ganz besonderes Relikt deutscher Geschichte, der sogenannte Westwall, direkt an der Grenze zum Elsass gelegen, ist Beispiel dafür, wie Wanderer im Bienwald Natur und Kultur gleichermaßen erleben können. Von 1936 bis 1939 wurde das militärische Verteidigungssystem von rund 630 Kilometern Länge entlang der Westgrenze zwischen Kleve und Weil am Rhein aus Bunkern, Gräben und Panzersperren errichtet. In der Pfalz verlief die Verteidigungslinie von Zweibrücken über Oberotterbach, Steinfeld, Schaidt, Büchelberg bis zum Rhein bei Hagenbach. Ein besonderer Schwerpunkt der Grenzbefestigung war der Otterbachabschnitt – zwischen Oberotterbach und Schaidt im Bienwald. Hier führt auch der Westwall-Wanderweg Schaidt vorbei an denkmalgeschützten Bunkern, die mit ihren Hohlräumen mittlerweile als wertvolle Lebensräume für Wildkatzen, Fledermäuse, Eidechsen und anderes Höhlengetier dienen. Mehr Informationen zum Bienwald.


 

Eine wichtige Rolle, vielleicht auch die Wichtigste, spielt der Weinanbau in der Region Südpfalz. Mildes Klima, eine Weinlandschaft wie aus dem Bilderbuch, Jahrhunderte lange Erfahrung, Neugier, Offenheit und ein ordentlicher Schuss Leidenschaft seitens der Winzer bringen Spitzenerzeugnisse hervor, die jedes Jahr ausgezeichnet werden. Weine, Sekte und Spirituosen aus der Pfalz sind international sehr gut platziert. Verkosten kann man ganz edel und schick in Restaurants und Vinotheken oder ganz zünftig und traditionell in den urigen Weinstuben und Gasthöfen oder in den Weingütern selbst.

An der „Deutschen Weinstraße“ wird der Wein gelebt! Über 200 Weinfeste werden jährlich veranstaltet.

Den echten Weinliebhaber schüttelt es wahrscheinlich allein bei dem Gedanken, den Wein mit Wasser zu vermischen. In der Pfalz allerdings ist es das „Nationalgetränk“, eine zelebrierte Tradition mit einem eigens dafür hergestellten 0,5 Ltr. „Schoppe- oder Dubbeglas“. Das Pfälzer Mischungsverhältnis des „Pälzer Schoppe“ ist eine Handbreite hoch Wein und eine flache Hand hoch Wasser. Gemischt wird üblicherweise mit Mineralwasser. In Rhodt unter Rietburg gibt es sogar neben dem üblichen halben Liter Pfälzer Weinschoppen den Rhodter Piff: Ein Schoppen, der aus einem 1-Liter-Glas getrunken wird. Tipp: Das Schoppe-trinke sollte man üben! PS: Es gibt sogar eine besondere Messebahn – das „Schoppenbähnel“ –  mit dem bereits festgelegte oder auch individuelle Ausflugstouren unternommen werden können (mehr Informationen)

Wer täglich einen Schoppen schafft, hat hundert Jahre Manneskraft,
nur wenn er nicht schon früher stirbt und sich somit den Spaß verderbt.

(Weisheit am Brunnen in der Dorfmitte Oberschlettenbachs)

Die Deutsche Weinstraße

Landkreis Südliche Weinstraße

Der Bienwald

Das Gäu

 

Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V.
Luitpoldplatz 1
76726 Germersheim
Telefon: +49 7274 53 300
Telefax: +49 7274 53 15 300
 info@suedpfalz-tourismus.de
www.suedpfalz-tourismus.de


 

Reisebericht Südpfalz

Wandern mit Genussgarantie, Traumhafte Wanderwege in der Südpfalz

Waldromantik in der Südpfalz
Waldromantik in der Südpfalz

Wandern ist unkompliziert und bietet viele Möglichkeiten. Wir können entlegene Orte entdecken, die uns für immer verborgen blieben, würden wir sie nicht erwandern. Wir können herrliche Flusslandschaften erkunden und die pure Natur auch genießen, um am Abend die Eindrücke unerwarteter Naturschönheiten Revue passieren zu lassen – auch das ist Wandern. Letzteres bewegte meinen Mann und mich dazu, die Südpfalz zu besuchen. Denn „Wandern mit Genussgarantie“, das verspricht die Region entlang des Rheins und wir wollten herausfinden, ob es wirklich stimmt, dass man hier ursprüngliche Flusslandschaften erleben und märchenhafte Wäldchen erkunden kann.
Die Gegend lockt mit urwaldähnlichen, verschlungenen Altrheinarmen und purem Naturgenuss auf den Pfaden des Bienwaldes. Bei der Auswahl der Touren stellen wir fest: Das Angebot an Wander- und Radwegen ist groß und in den gemütlichen kleinen Gaststätten kann man die traditionelle Küche, aber auch ausgefallene Kreationen genießen, deren Zutaten direkt von Höfen in der Nachbarschaft kommen. Wunderbare Voraussetzungen für einen Kurzurlaub.
Dieser beginnt für uns im Ferienhaus „Alte Heimat“ in Schwegenheim. Hier haben wir eine schöne und moderne Ferienwohnung der neuen Generation für unseren Aufenthalt gemietet. Die kleine Wohnung ist hervorragend ausgestattet, liebevoll und vor allem mit Geschmack eingerichtet – einfach zum Wohlfühlen.

Mit Exotik und Idylle überraschen die Rheinauen

Rheinauen in der Südpfalz
Rheinauen in der Südpfalz

Allein die Beschreibung des Treidlerwegs hat uns schon neugierig gemacht. Er startet in der Gemeinde Hördt und ist ein mit Prädikat ausgezeichneter Wanderweg. Er führt entlang der verschlungenen Altrheinarme durch die ganz eigene Welt der verwunschenen, geheimnisvollen und urwaldähnlichen Auenlandschaft. Man fühlt sich fast schon als Entdecker und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nach jeder Wegbiegung erwarten uns neue spannende Landschaften, mal ein Fischteich oder ein Waldstück, mal ein Weiher, der sich mit den schönsten Seerosen schmückt, die in unglaublichen Farben blühen. Unbeschreiblich, welche Vielfalt diese Wasserwildnis hier zu bieten hat. Ganze Felder von Schwertlilien säumen den Weg, es wachsen wilde Orchideen und überall zwitschern Vögel, quaken Frösche und bilden so eine einmalige Geräuschkulisse. Unter einer unfassbar großen Pappel, auf dem Krabbenkopf, ist der ideale Ort für ein stärkendes Picknick und sich Zeit zu nehmen, die vielen Eindrücke aufzusaugen.
Wandert man gestärkt weiter, findet man sich plötzlich auf historischer Route entlang des Rheins. Hier wird deutlich, woher der Treidlerweg seinen Namen hat. Knechte oder Zugtiere zogen schon im 9. Jahrhundert die Schiffe an Tauen und Seilen flussaufwärts, als die Dampfschifffahrt noch nicht erfunden war. Das klingt anstrengend! Nach der Rückkehr in den märchenhaften Auwald genießen wir noch die letzten Kilometer dieser schönen Strecke und stellen zurück am Auto fest, dass wir wirklich tolle Eindrücke mitnehmen und diese mit einem leckeren Essen krönen werden. Aber jetzt erst duschen und dann noch mal los ins Restaurant? Wir entschließen uns lieber auf dem Heimweg durch die kleinen Ortschaften zu fahren und in einem der vielen Hofläden, die es in der Region gibt, Pfälzer Leckereien direkt vom Erzeuger zu kaufen. Schließlich übernachten wir ja in einer Ferienwohnung und können uns selbst versorgen.

Regionale Produkte der Südpfalz
Regionale Produkte der Südpfalz

Das Angebot der Hofläden ist wirklich toll und lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Wir decken uns ein mit einem leckeren Rohschinken und natürlich mit der Hausmacher Leberwurst, die typisch ist für die Pfalz. In unserem Korb landen außerdem noch ein würziger Käse, frische Tomaten und eine hausgemachte Erdbeermarmelade. Dazu gibt es noch ein frisch gebackenes Bauernbrot mit knuspriger Kruste, dessen Duft sich im ganzen Auto ausbreitet. Lecker!

Die stillen Zeugen der Zeit

Der zweite Tag soll ganz im Zeichen der bewegten Geschichte der Region stehen. Wir haben uns für die acht Kilometer lange Kurztour des Westwallwegs entschieden, weil man hier den ursprünglichen Bienwald hautnah erleben kann. Der Westwallweg startet im Örtchen Schaidt, wo man im Wald von mahnenden Resten der Westwall-Bunkeranlagen und der Panzergräben empfangen wird. Es hat ein bisschen was von Zeitreise, wenn man sich vorstellt, was hier in den Jahren des Zweiten Weltkrieges für ein Treiben geherrscht haben muss. Doch in der Geschichte geht es noch weiter zurück. Man passiert nämlich die Gräber von Turkos, Angehörige von Kolonialtruppen aus Nordafrika, die von den Franzosen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 eingesetzt wurden. Fünf Turko-Soldaten erlagen in den ersten Kriegswochen in Schaidt ihren schweren Verletzungen und wurden im Bienwald beigesetzt. Ihre Gräber erinnern noch heute an ihren Einsatz weit entfernt von der Heimat. Wirklich beeindruckend!
Es geht weiter entlang der Westwall-Bunkerlinie, der Siegfriedslinie, wo wir die Reste von Bunkern und den Trichter des ehemaligen Minengürtels passieren bis wir dann den breiten Waldweg verlassen und auf dem Heilbachweg weitergehen, der uns mitten in den nahezu unberührten Bienwald führt, der nicht forstwirtschaftlich genutzt und damit sich selbst überlassen wird. Hier können sich Flora und Fauna frei entfalten. Als nächstes kommen wir an der 400 Jahre alten Bismarckeiche vorbei und passieren weitere Bunker, bis wir wieder auf ein Highlight, die Bildeiche, treffen.
Sie verdankt ihren Namen einem Auswanderer aus Schaidt, der eine Marienfigur schnitzte und damit um eine sichere Überfahrt nach Amerika bat. Diese Figur stand 150 Jahre lang in einem hohlen Eichenstamm, bis dieser zerfiel und ein neuer ausgehöhlter Stamm aufgestellt wurde. So ist der Westwallweg keinesfalls ein bedrückender Schauplatz des Krieges, sondern überrascht mit vielen positiven Geschichten aus der Region. Doch der Weg kann mehr als Geschichte.
Auf dem Heimweg halten wir noch in Kandel und kehren im Naturfreundehaus ein, um in der gemütlichen Gaststätte mitten im Wald etwas Leckeres zu essen. Im Schatten der Bäume stehen für die Gäste viele Bänke bereit. Auch die Kandeler nutzen diesen Ort gerne, um gemeinsam abends noch ein kühles Bier zu trinken. Wir probieren den Pfälzer Saumagen und dann dazu eine kühle Rieslingschorle aus dem Schoppenglas. Typisch pfälzisch eben. Ein gelungener und leckerer Abschluss!

Besinnung und Erholung am Bach

Erlebnis am Bach in der Südpfalz
Erlebnis am Bach in der Südpfalz

An unserem letzten Tag wollen wir noch mal ein bisschen was von der tollen Auenlandschaft genießen, die man hier nicht nur entlang des Rheins bewundern kann. Deshalb haben wir uns noch den Druslach-Bacherlebnisweg in Lingenfeld ausgesucht. Von unserer Unterkunft in Schwegenheim ist es dahin nicht weit. Es geht schon sehr beeindruckend los, denn nach ein paar Metern hat man den ersten atemberaubenden Blick auf die verwunschen wirkende Bachlandschaft. Wir sind nicht die einzigen, die das in den frühen Morgenstunden genießen: Ein einsamer Kanute lässt sein Boot mit sanften Bewegungen durchs Wasser gleiten. Ein traumhafter Ort um in den Tag zu starten! Während der Weg durch einen kleinen Tunnel aus Pappeln und anderen Uferbäumen führt, hat man immer wieder die Möglichkeit direkt ans Wasser zu gehen und auf alten Baumstämmen auszuruhen oder sich einfach nur an der Natur zu erfreuen, die so still und friedlich vor einem liegt. Diese Stille wird nur von den Tieren unterbrochen, die hier ein Konzert ihrer Laute zum Besten geben.
Der Weg führt nach ein paar Kilometern zur Tuchbleiche, dem Waschplatz, an dem früher die Dorfbewohner ihre Wäsche wuschen. Erleichtert, dass diese kräftezehrende Arbeit heute die Maschine übernimmt, kann man hier wunderbar rasten und bei einem Picknick die Füße ins Wasser hängen. Wir setzen unseren Weg fort, auf dem wir über Streuobstwiesen kommen und natürlich immer wieder am Ufer der Druslach innehalten um diese Naturschönheit zu genießen. Im Staubereich des Baches kann man Angler beobachten, wie sie mit Ruhe und Geduld auf den nächsten Fisch warten, der anbeißt.
Der Weg ist nichts für Action-Wanderer und wir bemerken irgendwann, dass sich unsere Schritte ganz unbewusst verlangsamt haben und sich eine Gelassenheit und Zufriedenheit einstellt. Der Druslach-Bacherlebnisweg ist Erlebnis und Genuss zugleich. Es überrascht einmal mehr, welche Naturschönheiten sich hier in der Region verstecken.
Doch aufgepasst: Im Sommer sollte die Wege am Wasser nur begehen, wer sich vorher gut mit Insektenschutzmittel versorgt hat, andernfalls können die vielen Stechmücken (auch Schnaken genannt) der Wanderung etwas von ihrem Charme nehmen.
Da wir es uns am letzten Abend gut gehen lassen wollen, entschließen wir uns im Restaurant Müllers in Leimersheim zu essen. Es soll dort tolle Gerichte und einen kulinarischen Kalender geben und man sitzt auf der Terrasse direkt am Wasser. Wir werden nicht enttäuscht und nehmen etwas wehmütig Abschied von der Südpfalz, die uns in vielerlei Hinsicht positiv überrascht hat. Dass zwischen dem Rhein und dem Pfälzer Wald solch ursprüngliche und schlichtweg atemberaubende Natur zu finden ist, hätten wir nicht geahnt. Wir kommen wieder!
Übrigens: Wer seine Kinder für das Wandern begeistern kann, der ist in der Südpfalz ebenfalls richtig. Die Wege sind durch die wenigen Steigungen nicht besonders anstrengend und dadurch für jedes Alter gut zu erwandern. Für Familien gibt es in Bellheim spannende Geo-Caching-Touren, bei denen man ausgestattet mit GPS-Geräten, eine aufregende Schnitzeljagd erleben kann und am Ende sogar einen Schatz findet.
In Büchelberg kann man auf den Entdeckungspfaden mit ihren interaktiven Schautafeln alles über das kleine Ökosystem Streuobstwiese erfahren. Es ist erstaunlich wie viele verschiedene Obstsorten dort wachsen und wie wichtig die Wildbienen für eine üppig Ernte sind, damit die saftigen Äpfel im Herbst z.B. zu einem leckeren Apfelsaft verarbeitet werden können.

Die Südpfalz ist also für begeisterte Genusswanderer eine tolle Möglichkeit einen erholsamen und gleichzeitig abwechslungsreichen Urlaub zu verbringen. Ob für Kinder oder ältere Menschen – die Wanderwege sind für jeden gut zu gehen und können über Generationen hinweg begeistern. Wer also die ursprüngliche Natur genießen möchte, ist hier genau richtig!


 

Der Reisebericht wurde uns von der Südpfalztouristik zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür.
Schreiben Sie Ihre Wander,- und Raderlebnisse auf und möchten diese gerne mit Anderen teilen? Senden Sie den Bericht mit Foto/s an info@pfalz-info.com, wir werden ihn gerne verwenden.

Tipp: Eine Neuauflage der Wanderbroschüre Südpfalz mit vielen weiteren Touren ist beim Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V. erhältlich.

Bitte wenden Sie sich hierfür an info@suedpfalz-tourismus.de oder 07274 – 53 300.

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